Vegan Street Food | Vegane Gesellschaft Österreich

Vegan Street Food

05.04.2017

Nadine Horn und Jörg Mayer
Eat this! - Vegan Street Food

ISBN 978-3-7716-4644-8
1. Auflage: Februar 2016
Fackelträger Verlag
144 Seiten
€ 19,99

Street Food zu Hause nachgekocht

Wer auf authentisches und abwechslungsreiches Street Food zurückgreifen möchte und nicht immer dieselben Asia-Nudeln oder Falafel-Sandwichs von der Straßenecke essen möchte, sollte einen Blick in „Vegan Street Food“ werfen. Obwohl Burger, Burritos, Tacos und Maki meist sehr fleisch- oder fischlastig sind, sind vegane Varianten überaus einfach zuzubereiten.

Das Kochbuch besticht durch große Fantasie, Kreativität und kulinarische Abwechslung. Insgesamt werden über 50 Rezepte präsentiert, die durch bunte und lebhafte Bilder ergänzt werden und Sommerlaune versprühen. Am liebsten würde man sofort ein, zwei, drei … Rezepte ausprobieren und mit den Köstlichkeiten in den nächstgelegenen Park gehen, um Essen und Wetter zu genießen.

Das Herzstück des Kochbuchs beschäftigt sich mit Sandwiches, Wraps, Tacos, Burger, Bowls, Salaten, Fingerfood, Saucen und Broten. Für das Autorenteam steht das Geschmackserlebnis und der Spaß am Essen im Vordergrund und so ist das Kochbuch ein bunter Mix aus Street Food Klassikern, manche sind gesund, manche eher weniger.

Wraps, Tacos, Burger & Co.

Seitan und Tofu spielen eine große Rolle bei dem Street Food, wie etwa im veganen Döner und Meatball Sub. Die meisten Wraps und Tacos sind sehr bunt, voller Gemüse und am mexikanischen Vorbild orientiert, doch auch asiatische Varianten werden präsentiert. Selbst ein Rohkost-Wrap aus Mangold kann nachgekocht werden. Kreativ erscheinen die rosaroten Tortillawraps, die durch Rote Rübe ihre außergewöhnliche Farbe bekommen. Kreativität ist bei Wraps gern gesehen: Sie können zum Beispiel mit Kurkuma-Kartoffel-Kroketten gefüllt werden.

Portobello-Burger, Linsen-Baba-Ganoush-Burger und Kürbis-Burger Thai Style sind nur einige der vielen Burgervarianten. Mac & Cheese kann vegan und gesund sein, denn der Käse wird durch eine Sauce aus Kartoffeln, Karotten und Hefeflocken ersetzt. Tacos sind unbestritten das Herz der mexikanischen Küche und werden in weichen oder harten Tortillas, letztere werden auch Taco-Shells genannt, serviert. Nadine Horn und Jörg Meyer präsentieren neben den klassisch-mexikanischen Tacos auch abgewandelte Versionen mit Shiitake, Sojasprossen und Austernpilzen. Vietnamesische Sommerrollen und Süßkartoffelchips fehlen selbstverständlich auch nicht.

Saucen & Brote

Besonders hervorzustreichen ist, dass als Brotvarianten wie Burgerbrötchen, Tortillas, Pitabrot, Hot-Dog-Buns und Sandwichbrote einfach nach den Rezepten zuzubereiten sind. Das Kochbuch bietet somit eine Anleitung für günstige, verpackungsarme und frische Brote.

Saucen sind eine der wichtigsten Bestandteile von Street Food und so ist es wenig verwunderlich, dass ihnen ein eigenes Kapitel gewidmet wird. Neben Klassikern wie Tzatziki und Ketchup reihen sich ausgefallene Saucen wie Minz-Chutney, BBQ-Mayonnaise und Chimichurri.

Grundausstattung der veganen Küche

Im Zutatenglossar werden die am häufigsten verwendeten Gewürze, Kräuter, Getreide- und Hülsenfrüchtesorten, Süßungsmittel und andere Essentials der veganen Küche, wie Hefeflocken, Tahina, Sriracha- und Sojasauce, vorgestellt. Um die Gewürze und manch andere Zutaten zu besorgen, lohnt sich hin und wieder ein Besuch eines Biomarktes oder Ethnosupermarkts. Die verwendeten Grundzutaten wie Getreide, Obst und Gemüse sollten jedoch im (gut sortierten) Supermarkt erhältlich sein.

Eine kleine Einführung in die Welt des Street Food

Street Food blickt auf eine lange und geografisch sehr verstreute Geschichte zurück. Das Essen auf der Straße zählt in vielen Ländern, vor allem in Asien und Lateinamerika, nach wie vor zum festen Tagesbestandteil. Street Food hat nicht nur eine wichtige soziale Komponente, denn beim Essen kommen die Leute zusammen und tauschen sich miteinander aus, sondern es ist auch (relativ) erschwinglich. Während Street Food in der nahen Vergangenheit hierzulande einen Ruf von billigem Essen minderer Qualität hatte, nimmt dessen Beliebtheit derzeit rasant zu. Neben fixen Essensständen wird die mobile Variante, die sogenannten Food Trucks, immer beliebter, die jeden Tag an einem anderen Standort in der Stadt halten.

Der Ursprung des Street Foods liegt weit zurück, denn schon in der Antike wurden Speisen von Straßenhändler_innen angeboten. Die Konsument_innen kamen meist aus ärmlichen Verhältnissen und besaßen keine eigene Küche. Prägend für die Street-Food-Szene sind auch die USA, in denen Burger zu einer der berühmtesten Food Klassiker wurden. Auch Frankreich und Belgien haben mit Pommes Frites und Japan mit Ramen und Maki einen entscheidenden Beitrag zur Vielfalt der Straßenküche geleistet.

In Österreich wird die Street Food Landschaft wesentlich durch türkische und nahöstliche Speisen, wie Falafel und Kebab, bestimmt. Auch Asia-Stände mit deren Angebot an Maki, Reis- und Nudelgerichten sind beliebt. Auch zu erwähnen sind die Würstelstände, die jedoch meist nur selten vegane Optionen anbieten. Nach lateinamerikanischem Street Food muss jedoch Ausschau gehalten werden.

Das Autorenteam von eat this!

Nadine Horn und Jörg Mayer betreiben seit 2011 den erfolgreichen Blog Eat this. Was als Sammelstelle für selbst kreierte Rezepte entstand, fand bald viel Anklang bei den Leser_innen und mittlerweile zählt Eat this zu den beliebtesten Blogs im deutschsprachigen Raum. Neben „Vegan Street Food“ haben die beiden die Kochbücher „Vegan kann jeder“, „Vegan frühstücken kann jeder“ und „Vegan grillen kann jeder“ herausgebracht. Somit ist allen Kochbüchern gemein, dass sie auf Einfachheit setzen, ohne dass dabei Geschmack und Kreativität der Speisen auf der Strecke bleiben. Wenn Nadine und Jörg nicht gerade kochen oder ihre kulinarischen Schätze fotografieren und über sie schreiben, sind sie als Grafikdesigner tätig.

Ein kleiner Vorgeschmack

Probiert die folgenden Rezepte aus und taucht ein in die große Welt des veganen Street Food: