Protestmail gegen die unfaire Besteuerung von pflanzlicher Milch | Vegane Gesellschaft Österreich

Protestmail gegen die unfaire Besteuerung von pflanzlicher Milch

In Österreich leiden 1.200.000 Menschen an Laktoseintoleranz, 80.000 leben vegan und über 4 Millionen möchten manchmal pflanzliche Alternativen in ihren Speiseplan einbauen, weshalb sie zu Getreide- oder Sojamilch greifen.

Bei pflanzlichen Milchalternativen wie Soja- oder Haferdrink liegt die Mehrwertsteuer bei 20 %, während Kuhmilch nur mit 10 % besteuert wird. Das liegt an einer uralten, nicht mehr zeitgemäßen Einstufung von Kuhmilch als Grundnahrungsmittel (im Gegensatz zu Getränken, die höher besteuert sind) und muss dringend geändert werden.

Pflanzliche Milchalternativen werden so künstlich verteuert und vegan lebende oder interessierte Menschen zahlen Millionen Euro zu viel Umsatzsteuer beim Kauf dieser gesunden, tier- und umweltfreundlichen Produkte.

Wir haben den zuständigen Finanzminister kontaktiert und keine Antwort erhalten. Aus der ÖVP heißt es „kein Handlungsbedarf“.
Bitte helfen Sie uns und schicken Sie eine Protestmail an Sebastian Kurz um zu zeigen, dass es viele Menschen gibt, denen das Thema wichtig ist. Nur so können wir ein Umdenken bewirken.

Fotocredit: Fotolia.com | mm_201

Lieber Herr Parteivorsitzender Kurz,

mit einem Herzensanliegen wende ich mich heute an Sie und hoffe, dass Sie (als Chef der zuständigen Partei) mir weiterhelfen können.
In Österreich leiden 1.200.000 Menschen an Laktoseintoleranz, 80.000 leben vegan und über 4 Millionen möchten manchmal pflanzliche Alternativen in ihren Speiseplan einbauen, weshalb sie zu Getreide- oder Sojamilch greifen.

Auch ich gehöre zu diesen Menschen. Nun habe ich erfahren, dass der Mehrwertsteuersatz für Soja- oder Haferdrinks bei 20 % liegt, während er bei Kuhmilch nur 10 % beträgt. Begründet wird dies damit, dass Kuhmilch als Grundnahrungsmittel eingestuft wird, Sojamilch aber als Getränk. Haben Sie das gewusst?

Ich denke, dass diese Unterscheidung nicht mehr zeitgemäß ist, da Kuhmilch weder gesünder noch klimafreundlicher ist als pflanzliche Alternativen.

Ich möchte daher die Bitte an Sie herantragen, diese Ungleichbehandlung zu hinterfragen.
Helfen Sie den österreichischen Sojabauern!

Mit freundlichen Grüßen

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Fleischland Österreich

Die Österreicher essen im Durchschnitt mehr als ein Kilo Fleisch pro Woche. Das ist ein vielfaches mehr als Mediziner und Ernährungsexperten empfehlen - Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind oft die Folge. Weniger Fleisch zu essen, wäre also gut für die eigene Gesundheit und würde nebenbei sowohl das Gesundheitssystem als auch die Umwelt entlasten.

Doch viele Vorschriften fördern den Fleischkonsum sogar noch. Kuhmilch wird als Lebensmittel mit 10% versteuert, Sojamilch als Getränk mit 20%

Österreich ist ein Land der Fleischliebhaber/innen, das Thema dementsprechend heikel. Und die Politik unternimmt nur wenig, um gegenzusteuern. Jakob Horvat hat für einen ORF Report vom 19.März 2014 zum Thema recherchiert.

Den Beitrag können Sie hier nachsehen.

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