Gemüse des Monats: Rote Rübe | Vegane Gesellschaft Österreich

Gemüse des Monats: Rote Rübe

08.11.2014

Ursprung

Die Rote Rübe stammt vermutlich von der Wilden Rübe ab, die bereits vor 2000 Jahren im Mittelmeerraum und Vorderen Orient bekannt war. Die Römer brachten die Rote Rübe nach Mitteleuropa. Rote Rüben haben viele Namen: Neben Rote Bete (Deutschland) und Rande (Schweiz) sind sie in Teilen Österreichs auch unter Rahner (bzw. Rauna, Rana, Rahne, Rohne, Rone, Ronen, Randig) bekannt.

Rote Rüben
Rote Rüben

Botanik

Die Rote Rübe (Beta vulgaris subsp. vulgaris, Conditiva-Gruppe) zählt zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Verwandt ist sie daher mit Mangold, Zucker- und Futterrübe. Die runden oder länglichen Knollen haben eine braun-rote Schale und sind innen rot, manchmal rot-weiß gemustert. Sie können bis zu 600 Gramm schwer werden.

Inhaltsstoffe

Die Rote Rübe ist reich an Mineralstoffen wie Kalium, Magnesium, Eisen und Phosphor sowie an B-Vitaminen, Vitamin C und Folsäure. Ihr wird eine stärkende und appetitanregende Wirkung nachgesagt. Zudem soll sie die Gallensekretion fördern, Erkältungen und Grippe vorbeugen. Rote Rüben speichern allerdings auch Nitrate aus Düngemitteln. Diese können im Körper in krebserregende Nitrosamine umgewandelt werden. Durch den gleichzeitigen Verzehr von Vitamin-C-reichen Lebensmitteln (z.B. durch Zugabe von Zitronensaft oder Äpfeln) kann die Umwandlung aber gehemmt werden. Wenn der Konsum nicht hoch ist, stellt die Nitratbelastung keine gesundheitliche Gefahr dar. Die Blätter der Roten Rübe können ebenfalls verzehrt werden, allerdings ist der Oxalsäuregehalt sehr hoch. Kleinkinder und Personen mit Neigung zu Nierensteinbildung sollten die Blätter daher besser nicht essen.

Lagerung und Zubereitung

Rote Rüben können im Gemüsefach des Kühlschranks eine Woche aufbewahrt werden. In gekochter Form verderben sie leicht und sollten rasch aufgebraucht werden. In der Küche können sie vielfältig eingesetzt werden: gekocht oder roh als Salat, als Suppe oder Gemüsebeilage. In Russland sehr beliebt ist das bekannte Eintopfgericht „Borschtsch“. Rote Rüben werden in gesalzenem Wasser gekocht und idealerweise erst nach dem Kochen geschält und geschnitten.

Rezepte:

Indisches Rote-Rüben-Curry

Roter-Rüben-Kren-Aufstrich

Exotische Rote-Rüben-Suppe mit Kokos

Frischer Rote-Rüben-Salat

Rote-Rüben-Polenta

Karotten-und Rote-Rüben-Cremesuppe

Rote-Rüben-Laibchen auf Krensauce

Suppe aus Roten Rüben mit Wasabi und lila Kartoffelchips

Brokkoli-Tartar auf Roter Rübe mit Granatapfelkernen und Trauben

Rote-Rüben-Birnen-Salat mit Orangen-Minz-Vinaigrette

Borschtsch